OSTERGRUSS 2026

Liebe Mitglieder der FHG, Freunde und Wohltäter,

nach 40 Tagen Fastenzeit ist endlich Ostern!

Es macht uns Mut, dass es in der jungen Kirche, gerade am Anfang eine suchende Maria Magdalalena zu finden ist, ein Lieblingsjünger Johannes, der mit festem Glauben und Liebe ran geht und auch ein Petrus, der offenbar langsamer seinen Weg findet. In diesem Suchen dürfte auch immer wieder Platz für jeden von uns sein.

Es ist offensichtlich, dass wir fast alle an der Seite Maria Magdalena stehen. Sie macht sich als erste ganz früh am Morgen auf den Weg zum Grab mit einer erschreckenden Feststellung: Jesus wurde weggenommen. „Sie haben ihn weggenommen!“ (vgl. Joh 20, 2). Der Evangelist Johannes unterstreicht dies, indem er diese Feststellung gleich drei Mal aufeinanderfolgen lässt. Maria Magdalena sagt es zuerst zu den beiden Jüngern Simon Petrus und Johannes: „Sie haben ihn weggenommen.“ Dann sagt sie es noch einmal zu den beiden Lichtgestalten, den Engeln: „Sie haben ihn weggenommen.“ Und um es zu steigern, sagt sie es noch ein drittes mal dem Friedhofsgärtner gegenüber: „Wenn du ihn weggebracht hast…“(Joh 20, 15). Für Maria Magdalena ist Jesus tot und man hat ihn einfach weggetragen. Ihr Ansinnen besteht darin, wenigsten diesen toten Jesus bei sich zu haben und ihm die letzte Ehre erweisen zu können, indem sie IHN mit Ölen salben möchte.

Maria muss am Osterfest mit großer Traurigkeit und Enttäuschung lernen: Sie muss Jesus loslassen. Sie muss ihn ganz loslassen. Das entspricht der Aufforderung, die am Ende des Gespräches zwischen Maria Magdalena und dem Auferstandenen steht: Halte mich nicht fest! (Joh 20, 17), als sie IHN festhalten wollte, wie Petrus, Johannes und Jakobus bei der Aufklärung Jesu, drei Hütten bauen und IHN festhalten wollten!

Wir Menschen halten gerne fest. Wir greifen mit unseren Fingern fest zu – und das lernen wir schon von klein an. Es hält sich durch bis ins hohe Alter. Der Mensch ist offenbar wirklich ein Jäger und Sammler. Aber es sind nicht nur Dinge, die wir festhalten mögen. Es sind ebenso Vorstellungen, Meinungen, Ideen, Gedanken, so hängen wir oft fest an Menschen, materiellen Dingen, wie Geld, Hab und Gut. Wir halten sie fest in unseren Tagebüchern und Aufzeichnungen, in unserem Kopf und in unserem Herzen. Aber dennoch steht heute auch darüber diese Aufforderung: Halte nicht fest! Wenn du festhältst, dann willst du bewahren, so schön es auch sein mag. Du bleibst immer im Vergangenen, im Status quo. Lass los, halte nicht fest. Wenn man „Loslassen kann“, dann wirst du bereit für Größeres, für Neues, für Anderes, für Mehr.

Maria Magdalena wollte zunächst festhalten. Jetzt lernt sie von Jesus „los zu lassen“, den Herrn loslassen, damit er zum Vater weitergehen kann. Er geht zum Vater hinauf und sie geht zu den Jüngern hinaus. Im Moment des Todes haben sich die Jünger zerstreut und sind selber an einem toten Punkt angekommen. Da, wo sie ihre Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche loslassen und sich einlassen auf den Auferstandenen Herrn selbst, öffnen sich neue Wege.

Christus geht zum Vater hinauf und die ersten Zeuginnen und Zeugen gehen in die Welt hinaus. Es ist ein innerer Zusammenhang: Wenn wir uns auf den auferstehenden Christus einlassen, dann gewinnen wir selber an Fahrt und sind in der Lage, diese frohe Botschaft hinauszutragen in die ganze Welt. 

In dem Maria von Magdalena lernt loszulassen, öffnet sie sich selbst für die wahre Begegnung mit dem Auferstandenen über das körperliche im Geiste und in der Wahrheit Gott wahrhaftig anzubeten (Joh 4,24), dies hervorhebt die persönliche geistliche Beziehung zu Gott als äußerliches Festklammern. Und es ist wichtig, dabei das ganze Leben und alles Geschehene unter die Herrschaft Gottes stellen zu wollen.

Es wäre wunderbar, wenn auch wir wie Maria Magdalena, alle unsere Sehnsüchte, Wünsche, sogar Leid, Krankheit, Not, Ängste und Sorgen, all das Böse, das uns „in unseren dunklen Gräbern der Seele, Körper und Geist festhält“, loslassen, um in die Hände Gottes geben zu können. Denn der Auferstandene kann uns jetzt aus unseren Gräbern herausholen und die Gnade der Auferstehung schenken, nicht nur nach dem Tode, sondern auch in unserem alltäglichen Leben, hier und jetzt. Glauben Sie daran?

Dann ereignet sich Ostern bzw. Auferstehung in unserem persönlichen Leben und in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, wenn wir aus unseren Gräbern von dem Auferstandenen herausholen lassen könnten, so wie im Leben unserer Gemeinde, Kirche und Welt. Dann können wir wie Maria von Magdalena Zeuginnen und Zeugen bzw. Jüngerinnen und Jünger der Frohen Botschaft der Auferstehung Jesu werden! 

Es macht uns viel Mut, dass wir in der Kirche eine dieser Gestalten werden könnten, gerade wie eine suchende Maria Magdalena, ein Johannes, der mit viel Liebe Jesus sucht und auch wie ein Petrus, der offenbar sehr viel langsamer seinen Weg findet. In diesem Ostergeschehen dürfte auch immer wieder Platz für jeden von uns sein.

Ich wünsche uns allen zu Ostern diese innere Suche, Entwicklung und Reifung der Maria Magdalena: Von der Trauer über den weggenommenen Herren – über das Loslassen – hin zum Hinausgehen und Weitersagen der Frohen Botschaft, bei der wir Zeugnis geben können für die Liebe, fürs Herausführen von der Finsternis in das Osterlicht, wo wahrhaftige Österliche-Auferstehung stattfindet. Und das in der Gemeinschaft unserer Familien, Beziehungen, Kirche und Welt mit vielen anderen.

Ich danken Ihnen allen für Ihr Gebet für die Neuevangelisierung und Missionsarbeit in Indien, Spenden, Mitarbeit und besonders für Ihre Aufopferung, und wünsche Ihnen und Ihren Lieben zum Osterfest den Segen des Auferstandenen, Gaben und Früchte des Heiligen Geistes, viel Freude und Frieden, Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft, Fürbitte der Gottes Mutter und des Heiligen Josefs, Schutz der Erz- und Schutzengel sowie gute Besserung, Gesundheit und alles erdenklich Gute. 

Frohe Ostern! Halleluja!

Pfr. Paul

Weihnachtsbrief 2025

Es ist wieder Advent, das Licht Gottes will in die Finsternis unserer Welt und ebenso unseres Lebens eintreten. Vier Wochen schenkt uns der Herr, damit wir uns auf das große Fest der Weihnachten vorbereiten können. Es ist ein Fest, das nicht nur Christen anspricht, da durch den Gesang der Engel und das Kind in der Krippe menschliche Gefühle ausgelöst werden, die unsere Herzen berühren. Das Licht in der Dunkelheit, die Hoffnung auf Überwindung der politischen und wirtschaftlichen Krisen und Konflikte, Katastrophen und Kriege, wie in der Ukraine, Gaza und anderswo, bei denen Millionen Menschen gefallen oder ums Leben gekommen sind. Die Erwartung des Neuanfangs, die Heilung und der Friede, dass ein normales Leben wieder möglich wird, die mit einem neugeborenen Kind – Jesus Christus verbunden sind, allgemein menschliche Sehnsüchte, die ihrer Erfüllung entgegengehen.

Gott hat uns auf IHN hin geschaffen und in uns Hoffnung und Sehnsüchte gelegt, die nur ER erfüllen kann. So ist es kein Wunder, dass das Fest, an dem wir die Erfüllung unserer Sehnsucht, das Kommen Gottes als Licht in unserer dunklen Welt feiern, auch Menschen berührt, die keine Christen sind. Mit ihnen allen dürfen wir uns über die Weihnachts- Botschaft freuen und für sie vor Gott hintreten, um IHN zu bitten, dass er das vollendet, was er in der Geburt Jesu begonnen hat.

Diesbezüglich schreibt der große Kirchenlehrer, Hl. Augustinus: “Der Eingeborene Sohn Gottes, der von Anfang an war, wurde sichtbar und berührbar in der Zeit.“ Wozu kam er, und was hat er uns Neues verkündet? Was wollte er uns lehren? Warum wurde das Wort Fleisch, warum duldete Gott so unsagbar Entwürdigendes Leben von den Menschen, warum ertrug er Faustschläge von den Händen, die er selbst gebildet hatte? Was wollte er uns damit lehren? Vernimm es! Gott ist Licht und keine Finsternis ist in IHM. Jetzt nannte er ihn zwar Licht, aber seine Worte sind noch dunkel, da die Menschen es nicht begreifen. Es ist gut für uns, dass dieses Licht selbst unsere Herzen erleuchtet und wir so Einsicht in sein Wort gewinnen…. Wir werden IHM nahekommen, wenn wir erkennen, was dieses Licht ist, und uns IHM zuwenden, um uns von IHM erleuchten zu lassen. Denn in uns sind wir Finsternis, und nur von IHM erleuchtet, können wir Licht sein. Diese Tatsache möchte ich mit einer Geschichte erläutern: 

Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger bestellen. Er versammelte die Weisen des Landes und rief seine beiden Söhne herbei. Er gab jedem der beiden 5 Silberstücke und sagte: „Ihr sollt für dieses Geld die Halle in unserem Schloss bis zum Abend füllen. „Womit ihr es macht, ist eure Sache.“ Die Weisen sagten: “Das ist eine gute Aufgabe.“

Der älteste Sohn ging davon und kam an einem Feld vorbei, wo die Arbeiter dabei waren, das Zuckerrohr zu ernten und in einer Mühle zu pressen. Das ausgepresste Zuckerrohr lag nutzlos umher. Er dachte sich: “Das ist eine gute Gelegenheit, mit diesem nutzlosen Zeug die Halle meines Vaters zu füllen.“ Mit dem Aufseher der Arbeiter wurde er einig und sie schafften bis zum späten Nachmittag das abgedroschene Zuckerrohr in die Halle. Als sie gefüllt war, ging er zu seinem Vater und sagte: “Ich habe deine Aufgabe erfüllt. Auf meinen Bruder brauchst du nicht mehr zu warten. „Mach mich zu deinem Nachfolger.“ Der Vater antwortete: “Es ist noch nicht Abend, ich werde warten.“

Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er bat darum, das abgedroschene Zuckerrohr wieder aus der Halle zu entfernen. So geschah es. Dann stellte er mitten in die Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein füllte die Halle bis in die letzten Ecken hinein. Der Vater sagte: «Du sollst mein Nachfolger sein. Dein Bruder hat 5 Silberstücke ausgegeben, um die Halle mit nutzlosem Zeug zu füllen. Du hast nicht einmal ein Silberstück gebraucht und hast sie mit Licht erfüllt. Du hast sie mit dem gefüllt, was die Menschen brauchen.» 

Die Halle ist Symbol für das Herz bzw. Leben der Menschen. Sie füllen sich mit vielem „nutzlosem Zeug“ – wie Egoismus, Habgier, Begierden aller Arten, und damit verbundenen Ängsten, Sorgen, Krankheiten, Nöten und Bedrängnissen aller Arten. Der erste Sohn hat sich mit allem Müll vermüllt. Der zweite Sohn hat die Halle – sein Herz, sein Leben, sein Haus – mit dem Licht Gottes gefüllt.   

An Weihnachten ist Gottes Herrlichkeit unter uns aufgestrahlt. Sie erleuchtet auch unser Leben, so dass wir mit seinem Lichte, mit seiner Freude, mit seiner Heilung an Leib, Geist und Seele und vor allem mit Frieden, Freude und Hoffnung erfüllt werden, die Gott uns mit der Geburt seines Sohnes an Weihnachten schenken möchte.

Angesichts der Kriege und Konflikte, Krankheit, Not und Bedrängnisse, Ängste und Sorgen, brauchen wir nicht mutlos zu werden, angesichts der schmerzlichen Erfahrungen in unserem Leben, angesichts all des unverständlichen und bedrohlichen Unheils in unserer Welt, dürfen wir voller Hoffnung unseren Blick auf Jesus Christus richten, der als Retter und Heiland in unsere Welt kommt bzw. in unsere Herzen, in unsere Beziehungen und Leben geboren wird. 

In Jesus Christus kommt Gott selbst zu uns, unfassbar konkret, unvorstellbar persönlich. Vielfältig ist sein Kommen, damals als Kind in Bethlehem, heute oft unscheinbar inmitten unseres alltäglichen Mühens, verborgen in Zeiten der Bedrängnis, Krankheit und Not und einmal machtvoll in seiner Herrlichkeit am Ende der Zeiten. 

Wenn er aber kommt, haben wir die Möglichkeit, IHM mit Freude entgegenzueilen oder auszuweichen? Kirchenvater Angelus Silesius sagt: “Wenn Gott tausendmal in Bethlehem geboren wird, aber nicht deinem Herzen, dann wärest du verloren!” Gottes Kommen setzt voraus, dass wir zu IHM kommen und im Glauben unsere Herzen und unser Leben IHM öffnen, und Christus in unser Herz, Leben und unsere Beziehungen aufnehmen, so dass es wahrhaftig Weihnachten wird in unserem Leben, unseren Familien, Gemeinden und Welt, d.h. wir alle mit Freude, Frieden und Hoffnung auf die Zukunft erfüllt werden, das alles gut wird!                                           

Freut euch im Herrn,

Heute ist uns der Heiland geboren.

Heute ist der wahre Friede vom Himmel herabgestiegen.

Mit Dankbarkeit und Freude wünsche ich Euch/Ihnen und Ihrer Lieben Familien, Verwandten, Freunde und Wohltätern “FROHE WEIHNACHTEN, EIN GESEGNETES UND GESUNDES NEUES JAHR 2026 UND DANKE EUCH für Euer Gebet, Spenden und aufopferungsvolles Engagement für die Neuevangelisierung und sage Ihnen allen “Ewiges Vergelt`s Gott! 

Frohe und gesegnete Weihnachten mit Gottes Segen!

Ihr Pfr. Paul   

Maria, Braut des Heiligen GeistesInnere Heilung durch dieGottesgeburt in unseren Herzen

Ist das Thema des kommenden Exertitien in Marienfried.

„Bereitet dem Herrn den Weg“

Details und Anmeldung: https://www.marienfried.de/images/2025/12/Terminverschiebung_Manikonda_Flyer.pdf

Geistlicher Impuls zum 27. Sonntag

Glauben hat mit Vertrauen und mit Treue zu tun.

Dem Freund glaube ich, dass er die Wahrheit sagt. Ich vertraue seinem Wort, denn ich kenne ihn. Gott ist treu, und was er tut, ist wahr. Er schuldet mir weder Lohn noch Erklärung. Er führt und fordert, entscheidet und richtet. Er ist der Herr, aber auch wie ein Freund, der gibt und hilft.

Jeder Christ ist für seinen Glauben verantwortlich. Das gilt in besonderer Weise für den Bischof, den Priester und alle Gläubigen, denen das „kostbare Gut“ anvertraut ist – nämlich die reine, unverkürzte Wahrheit des Evangeliums. Im 2. Brief an Timotheus steht als Mahnung, was Paulus im Brief an die Römer als sein Bekenntnis schreiben konnte:

„Ich schäme mich des Evangeliums nicht; es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt“ (Röm 1, 16; vgl. Hab 2, 4).

Gebet:

„Herr, ich glaube, dass du wirklich eine Speise für mich bist und dass ich durch dich das Heil, die Erlösung und das Leben in Fülle habe. Aber bitte, stärke meinen Glauben und den Glauben meiner Familie, meiner Verwandten, meiner Gemeinde und deiner Kirche, damit wir alle reiche Frucht bringen – wie deine Apostel, deren schwachen Glauben du so groß gestärkt hast. Danke, Herr! Amen.“

Vergelt’s Gott für all Eure Mühe im Weinverg der Neuevangelisierung des Herrn und wünsche Euch Gottes reichsten Segen, Gesundheit und alles Gute.

Gesegneten Sonntag

Pfr. Paul

Geistlicher Impuls zum 26. Sonntag im Jahreskreis

Liebe Familie des Heiligen Geistes,

Es ist nicht nur die Armut der Armen, die allen Reichtum fragwürdig macht. Die eigentliche Gefahr, in der der Reiche lebt, besteht nicht darin, seinen Reichtum zu verlieren, sondern darin, ihn zu behalten – weil der Reiche nichts anderes mehr sehen kann als seinen Reichtum. Die Gefahr ist, dass für den Reichtum Gottes, für seine Liebe und seinen Trost, im Leben des Reichen kein Raum mehr bleibt.

Jeder Gläubige, wie auch Timotheus, wird ein „Mann Gottes“ genannt: Durch die Taufe (und bei Priestern durch die Bischofsweihe) wohnt in ihm Gottes Geist. Er bestimmt sein Leben und sein Amt. Wie Christus soll auch Timotheus von Gottes Wahrheit und Treue Zeugnis geben.

Dem Hungrigen gehört das Brot, das du zurückhältst, dem Nackten das Kleidungsstück, das du im Schrank verwahrst, dem Barfüßigen der Schuh, der bei dir verfault, dem Bedürftigen das Silber, das du vergraben hast. Aber du bist mürrisch und unzugänglich; du gehst jeder Begegnung mit einem Armen aus dem Weg, damit du nicht genötigt wirst, auch nur ein Weniges abzugeben. Du kennst nur die eine Rede: Ich habe nichts und kann nichts geben, denn ich bin arm. Ja, arm bist du wirklich: arm an Liebe, arm an Gottesglauben, arm an ewiger Hoffnung.

Gebet

Jesus, weil du ein so großes Opfer gebracht hast, gibt es da, wo du bist, immer genug für alle. Du gibst stets reichlich und großzügig. Ich danke dir, dass ich unverdient so reich von dir beschenkt bin.

Fest Kreuzerhoehung

wir feiern heute das Hohefest der Kreuzerhöhung. Das Kreuzfest hat seinen Ursprung in Jerusalem: Dort wurde am 13. September 335 die konstantinische Basilika über dem Heiligen Grab feierlich eingeweiht. Der 13. September war zugleich der Jahrestag der Auffindung des Kreuzes. Am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk zum ersten Mal das Kreuzesholz gezeigt („erhöht“) und zur Verehrung dargereicht.

Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus.

In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben.

Durch ihn sind wir erlöst und befreit. (vgl. Gal 6,14)

In Jesus ist Gott sichtbar uns nahegekommen. Jesus hat in unserer Welt sichtbar gemacht, was das Wesen und Leben Gottes ist: seine Demut, seinen Gehorsam und seine Hinwendung zum Vater (vgl. Joh 1,1–2). Dies bedeutete für Jesus Erniedrigung, Gehorsam und den Tod am Kreuz. Das war für ihn der Weg zur Herrlichkeit des Sohnes: „Darum“ hat Gott ihm Macht gegeben über alle Menschen, Welten und Zeiten (vgl. Phil 2,9–11). Nun ist er der Kyrios, der Herr und Retter. Dieser Hoheitstitel hat den Namen Jesu für alle Ewigkeit hervorgehoben.

Jesus, der „Menschensohn“, ist der aus der Höhe herabgestiegene, menschgewordene und dann in die Herrlichkeit erhöhte Sohn Gottes. Weil er herabgestiegen ist und am Kreuz erhöht wurde, gibt es für die Menschen Wiedergeburt (vgl. Joh 3,5–6), Rettung im Gericht und Leben in der Gemeinschaft mit Gott. Die Wiedergeburt ist nicht das Werk menschlicher Weisheit und Anstrengung, sondern Gabe des Geistes und Geheimnis des Glaubens.

Die Erhöhung Jesu am Kreuz wird dem „Lehrer Israels“ (vgl. Joh 3,10) durch das Bild der kupfernen Schlange erklärt. Die an der Stange des Mose befestigte Schlange war für die Israeliten in der Wüste ein Zeichen der Rettung gewesen. Gerettet hat sie freilich nicht die Schlange selbst, sondern die Barmherzigkeit Gottes, die auch uns rettet, uns von allem Bösen befreit und uns ganzheitlich an Leib, Geist und Seele heilt, Gesundheit und Wohlergehen schenkt.

Herzlichen Dank und Vergelt’s Gott für Ihre Gebete und Spenden.

Gesegnetes Fest der Kreuzerhöhung,

Pfr. Paul

Geistlicher Impuls zum Fest Mariä Geburt

Liebe FHG,

unsere Gottesmutter ist ein wahres Wunderwerk Gottes. Gibt es in unserer Welt eine Frau wie sie? Denn Gott hat sie beim Namen gerufen und erwählt, die Mutter seines geliebten Sohnes zu werden.

Am Kreuz hat Jesus sie uns allen als Mutter geschenkt – welch ein wunderbares Geschenk! Maria fand Gefallen bei Gott und hat sich selbst, ihren Leib und ihr Leben, Jesus zur Verfügung gestellt. Gott würde sich sehr freuen, wenn auch wir uns ihm schenken, sodass er durch uns in dieser Welt geboren werden könnte.

Doch trotz ihrer Hingabe wurde Marias Herz von sieben Schwertern durchbohrt. Durch Leid und Not musste sie hindurchgehen – so wie auch wir Leid an unserem eigenen Leib erfahren. Gott gibt uns jedoch Antwort auf all unser Leiden durch das Wort des Apostels Paulus:

„Bei denen, die Gott lieben, führt er alles zum Guten.“

Das ist mein Lieblingszitat, das ich in meinen Exerzitien allen Menschen ans Herz lege, die im Leiden stehen. Es ist ein großes Wunder, dass die Gospa uns an ihrem Geburtstag genau dieses Wort schenkt, damit auch wir – wie Maria – zu geliebten Schwestern und Brüdern Jesu Christi werden können: Menschen, die ihm alles geben, ihm dienen und in der Neuevangelisierung seinen Auftrag erfüllen.

Danke und Vergelt’s Gott! Viel Freude mit dem geistlichen Segen.

Liebe Grüße

Ihr Pfarrer Paul

Geistlicher Impuls zum 22. Sonntag im Jahreskreis: Demut ist eine christliche Tugend

Liebe Familie des Heiligen Geistes,

in unserer Welt zählen „verdienen“ und „besitzen“ mehr als „gut sein“ und „nichts haben“.

Ein Mensch, dem nichts daran liegt, reich zu werden und aufzusteigen, der einfach gut sein und dienen will – das kommt so selten vor. Und sogar solche Demut hat in unserer Welt keinen Stellenwert.

Aber nur dem Demütigen kann Gott sagen: „Mein Freund, rücke weiter hinauf.“

Jesus hat oft Gäste eingeladen, und er selbst war zu Gast bei Freunden und Bekannten. In der Mahlgemeinschaft sucht er, Menschen anzusprechen. Den Gästen im Haus des Pharisäers teilt er eine Lehre mit (Markus 10,45):

„Ich bin nicht gekommen, um mich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und mein Leben hinzugeben als Lösegeld für alle.“

Das soll die Grundhaltung der dienenden Liebe für alle sein, die Jesus nachfolgen.

Diese Liebe Gottes soll im Alltag im Verhalten der Jüngerinnen und Jünger sichtbar werden, damit Gott verherrlicht wird – dort, wo wir einander in Demut die Füße waschen, zum Dienst am Nächsten und zur größeren Ehre Gottes.

Danke und Vergelt’s Gott für euren Dienst in der Neuevangelisierung.

Gottes Segen mit lieben Grüßen,

euer Pfarrer Paul

Geistlicher Impuls zum 21. Sonntag

Gottes Rettung für alle?

Liebe Familie der Heiligen Gemeinschaft,

Bewegt uns die Frage, ob wir gerettet werden und ob es viele oder wenige sind, die das Gericht Gottes bestehen werden?

Es gibt in unserer Welt zwei Milliarden Christen, aber die Welt ist voll Hass und Angst – die Christen nicht ausgenommen. Angst vor dem Leben, vor der Zukunft, vor den Menschen.

Aber hin und wieder gibt es einen Christen, und wo er auftritt, gerät die Welt in Staunen“, sagte einmal ein unfreundlicher Kritiker des Christentums. Hin und wieder gibt es einen Christen.

Sind Sie das? Sind wir das alle in der Familie der Heiligen Gemeinschaft?

Dann sendet er uns: Geht zu allen Menschen und verkündet das Evangelium. Das ist die Neuevangelisierung. Dabei kann es sein, dass er uns züchtigt, weil er uns liebt und uns einlädt, durch die enge Tür zu gehen, um uns zu läutern und zu heilen, damit wir im Reich Gottes zu Tische sitzen – zu unserer Freude und zum Lobe Gottes!

Im Gebet verbunden,

Gesegneten Sonntag mit lieben Grüßen

Pfr. Paul